Mit dem Glas stirbt Kultur
Warum die Glaskultur des Bayerischen Waldes nicht zerstört werden darf!
DER LETZTE HAFEN
Dokumentarfilm von Katharina Eisch-Angus und Klaus Hernitschek (D/2007, 96 Min.)
„Ein gläsernes Herz kann zerspringen...“
Ein gläsernes Schiff und eine faszinierende Arbeitswelt,
heiß glühendes Glas, drehende Räder und geübte Hände,
Schönheit zwischen Kunst und Handwerk, Industrie und High Tech:
Mittendrin stehen die Männer und Frauen der Glashütten Ostbayerns mit ihrem Wissen und Können, aber auch ihren Gefühlen und Einschätzungen zum globalen Wandel, der vor unseren Augen die Glasöfen zum Verlöschen bringt.
Mitreißende Bilder, eindrucksvolle Erzählungen und engagierte Statements lassen spüren, was dieses Verlöschen bedeutet – und gleichzeitig, welche kreativen Potenziale diese feinfühlige Industrie und Alltagskultur birgt.
„Mit dem Glas stirbt Kultur.“
Seit seiner Uraufführung 2007 im Glasmuseum Frauenau und der britischen Erstaufführung am International Glass Festival in Stourbridge 2008 hat der Dokumentarfilm „Der letzte Hafen“ sein Publikum in der Glas- und Kunstwelt ebenso wie viele andere Menschen berührt und in Erstaunen versetzt.
Ein Kunstprojekt aus Glas stand am Anfang:
Die Ethnologin Katharina Eisch-Angus und der Dokumentarfilmer Klaus Hernitschek folgten ab 2005 mit Kamera und Mikrofon der berühmten gläsernen Arche durch die Glashütten des Bayerischen Waldes.
Ungewollt trafen sie den entscheidenden Moment, der zwischen dem Wieder-Aufblühen von neuen kreativen und künstlerischen Energien einerseits und dem vollständigen Niedergang der Glasmacherei andererseits lag. Das Ergebnis ist ein aufrüttelndes und mitreißendes Zeitdokument, das noch einmal vor Augen führt, wie sehr sich das Glas mit Kultur und Menschlichkeit verbindet, und das zum Fragen und Diskutieren über die angeblich unvermeidlichen Globalisierungsverluste anregt.
Stimmen zum Film:
„Großes europäisches Dokumentar-Kino“ (Europa-Filmfest München)
„Ein schmerzhafter Stich mitten ins gläserne Herz“ (Passauer Neue Presse)
Die DVD ist erhältlich unter www.morsak.de, www.visuelle-ethnographie.de oder im Buchhandel (ISBN 978-3-86512-037-3). Für Wiederverkäufer: info@waldzeit.de.
DER LETZTE HAFEN
Dokumentarfilm von Katharina Eisch-Angus und Klaus Hernitschek (D/2007, 96 Min.)
„Ein gläsernes Herz kann zerspringen...“
Ein gläsernes Schiff und eine faszinierende Arbeitswelt,
heiß glühendes Glas, drehende Räder und geübte Hände,
Schönheit zwischen Kunst und Handwerk, Industrie und High Tech:
Mittendrin stehen die Männer und Frauen der Glashütten Ostbayerns mit ihrem Wissen und Können, aber auch ihren Gefühlen und Einschätzungen zum globalen Wandel, der vor unseren Augen die Glasöfen zum Verlöschen bringt.
Mitreißende Bilder, eindrucksvolle Erzählungen und engagierte Statements lassen spüren, was dieses Verlöschen bedeutet – und gleichzeitig, welche kreativen Potenziale diese feinfühlige Industrie und Alltagskultur birgt.
„Mit dem Glas stirbt Kultur.“
Seit seiner Uraufführung 2007 im Glasmuseum Frauenau und der britischen Erstaufführung am International Glass Festival in Stourbridge 2008 hat der Dokumentarfilm „Der letzte Hafen“ sein Publikum in der Glas- und Kunstwelt ebenso wie viele andere Menschen berührt und in Erstaunen versetzt.

Ein Kunstprojekt aus Glas stand am Anfang:
Die Ethnologin Katharina Eisch-Angus und der Dokumentarfilmer Klaus Hernitschek folgten ab 2005 mit Kamera und Mikrofon der berühmten gläsernen Arche durch die Glashütten des Bayerischen Waldes.
Ungewollt trafen sie den entscheidenden Moment, der zwischen dem Wieder-Aufblühen von neuen kreativen und künstlerischen Energien einerseits und dem vollständigen Niedergang der Glasmacherei andererseits lag. Das Ergebnis ist ein aufrüttelndes und mitreißendes Zeitdokument, das noch einmal vor Augen führt, wie sehr sich das Glas mit Kultur und Menschlichkeit verbindet, und das zum Fragen und Diskutieren über die angeblich unvermeidlichen Globalisierungsverluste anregt.
Stimmen zum Film:
„Großes europäisches Dokumentar-Kino“ (Europa-Filmfest München)
„Ein schmerzhafter Stich mitten ins gläserne Herz“ (Passauer Neue Presse)
Die DVD ist erhältlich unter www.morsak.de, www.visuelle-ethnographie.de oder im Buchhandel (ISBN 978-3-86512-037-3). Für Wiederverkäufer: info@waldzeit.de.
Bordredaktion - 2009-06-07 08:51
Folge fehlender Wertschätzung
Für mich ist dieser Film ein trauriges und zugleich wertvolles Dokument: Viele Aufnahmen sind dort zu hören und zu sehen, die man heute, nur vier Jahre später so nicht mehr machen kann und vielleicht nie wieder wird machen können.
Für mich sind das aber nicht allein die Folgen der Globalisierung sondern auch der geschwundenen Wertschätzung. Ebensowenig, wie der Milchbauer hochwertige Milch für 26 Cent ab Hof produzieren kann, ebensowenig, wie ein Winzer in Deutschland einen guten Riesling für 1,95 Euro ab Weingut anbieten kann, ebensowenig kann man ein mundgeblasenes Glas aus dem Bayrischen Wald für 2 Euro produzieren. Da wir aber heutzutage kaum den Wert ursprünglicher Produkte, viel mehr aber den niedrigen Preis schätzen und daher Milch wie Wein beim Discounter und die Gläser dazu in skandinavischen Möbelhäusern erwerben, ist der Niedergang der Bayerischen Glasindustrie nicht das erste und wohl auch nicht das letzte Beispiel für den Niedergang
einer alten (in diesem Fall Handwerks-) Kultur.